Saturnmond im Spotlight

Der kleine Mond mit der riesigen Persönlichkeit.

Pan ist winzig, sitzt mitten in Saturns Ringsystem und sieht aus wie eine fliegende Untertasse oder eine Ravioli aus Eis und Staub. Genau das macht ihn zu einem der faszinierendsten Monde des Sonnensystems.

  • Entdeckt 1990 in älteren Voyager-2-Aufnahmen
  • Umlaufzeit: nur 13,8 Stunden
  • Hält als Shepherd Moon die Encke-Teilung offen
Pan
Mittlerer Radius 14,1 km

Damit ist Pan eher ein kosmischer Brocken als ein großer Mond.

Abstand zu Saturn 134.000 km

Pan kreist tief im A-Ring direkt in der Encke-Teilung.

Orbitdauer 13,8 h

Ein Jahr auf Pan ist kürzer als ein Tag auf der Erde.

Besonderheit Shepherd Moon

Seine Gravitation formt Ringmaterial und hält eine Lücke offen.

Warum Pan besonders ist

Ein Mond, der seine Umgebung aktiv modelliert

Pan fliegt innerhalb der sogenannten Encke-Teilung, einer rund 325 Kilometer breiten Lücke im A-Ring des Saturn. Dort wirkt er wie ein Schäferhund für Ringpartikel: Seine Schwerkraft räumt die Bahn frei und erzeugt gleichzeitig wellenartige Muster, die als „Wakes“ sichtbar werden.

Berühmt ist Pan außerdem wegen seines Äquatorwulsts. Vermutlich sammelte sich dort feines Ringmaterial an, das dem Mond seine merkwürdige Untertassen- oder Ravioli-Form verliehen hat.

Kurzgeschichte

Von Voyager zu Cassini

1981

Voyager 2 nimmt Bilder auf, in denen Pan später identifiziert wird.

1990

Mark R. Showalter entdeckt Pan in diesen älteren Aufnahmen.

2017

Cassini passiert Pan am 7. März besonders nah und zeigt die Form in bisher unerreichter Schärfe.

Mini-Visualisierung

So arbeitet Pan mitten im Ringsystem

Der Punkt kreist in einer Lücke innerhalb des Rings. Genau dort hält Pan seine Bahn frei und beeinflusst das Material auf beiden Seiten mit kleinen gravitativen Störungen.

Fun Facts

Drei Dinge, die man sich merken kann

Pan sieht aus wie eine fliegende Untertasse, weil rund um seinen Äquator ein auffälliger Grat aus Material sitzt.